Public:Gehaltsverhandlungen

aus www.bibwiki.at

Gehaltsfragen

Reden wir über das Gehalt!

Inhaltsverzeichnis




Gehaltsfragen in Bewerbungsgesprächen

Zur Vorbereitung

Es gibt verschiedene Kriterien, die Sie heranziehen können, um Ihre Gehaltsvorstellungen zu begründen: 

  • Was brauche ich unbedingt zum Leben?
  • Was habe ich zuletzt verdient?
  • Was möchte ich verdienen?
  • Wie hoch ist der Abstrich, den ich in Kauf nehmen würde?
  • Was ist in der Branche üblich?
  • Was ist in der Firma, in der ich mich bewerbe, üblich?
  • Wie hoch liegt der Lohn laut Kollektivvertrag?

Es ist also wichtig, sich vor einem Bewerbungsgespräch zu überlegen, in welchem Rahmen sich das Wunschgehalt bewegt. Am besten ist es natürlich, Leute aus der Firma oder zumindest aus der Branche zu kennen.

Aber Sie können sich auch so informieren, was in der Branche üblich ist:
Sie können etwa im  Gehaltskompass des AMS nachlesen. Hier finden Sie die Gehälter von über 1.800 Berufen. Die Gehaltsangaben entsprechen den durchschnittlichen Bruttoeinstiegsgehältern. Die Datengrundlage bilden die entsprechenden Kollektivverträge. Diese werden um Informationen aus anderen Quellen wie zum Beispiel Microzensus-Daten (Statistik Austria) ergänzt.
Aktuelle Kollektivverträge können Sie in der Datenbank www.kollektivvertrag.at nachlesen.

Wenn Sie genauer nachvollziehen wollen,  wieviel  Ihnen netto vom Bruttogehalt übrigbleibt, können Sie den AK Brutto-Netto-Rechner nützen oder auch bei einer Beratungsstelle der AK nachfragen.


Im Bewerbungsgespräch

Unter Umständen kann man schon vorab oder beim Bewerbungsgespräch selbst fragen. Dabei kommt es natürlich immer darauf an, ob so eine Frage gerade passt. Zum Beispiel kann man auf die Frage, was man sich als Verdienst so vorstellt, so antworten: „Meine Gehaltsvorstellungen liegen zwischen x und y – was ist denn bei vergleichbaren Positionen in Ihrer Firma üblich?“oder „Meine Vorstellungen bewegen sich um die xy Euro – liege ich damit ungefähr im Rahmen des Üblichen in Ihrer Firma?“

Strategische Tipps

Nennen Sie bei der Gehaltsvorstellung keine absolute Zahl, sondern eine Bandbreite. Betonen Sie, was Sie sich wünschen, aber lassen Sie Ihrem Gegenüber Spielraum. Die Gefahr „übers Ohr gehauen“ zu werden, ist lange nicht so groß, wie meist befürchtet, da es in vielen Firmen eine Gehaltsstaffelung gibt, der die gesamte Belegschaft unterliegt. Größer ist die Gefahr, durch zu hohe Forderungen aus dem Rennen zu fallen.
Über das Gehalt zu sprechen, ist ein normaler Teil der Verhandlungen um eine neue Arbeitsstelle: Sie bieten gute Leistung und können dafür eine Gegenleistung verlangen! Bedenken Sie jedoch, dass es eben eine Verhandlung ist, bei der man ein wenig abwägt und prüft, wie die Lage ist, und sich dann „weiter tastet“.

Beschreiben Sie Ihrem Gegenüber,wie Sie zu Ihren Gehaltsvorstellungen gelangt sind, z.B.: „Ich arbeite jetzt so und so viele Jahre in der Branche. Bei meiner letzten Arbeitsstelle habe ich soviel verdient. Natürlich wünsche ich mir eine Verbesserung. Da mich die neue Herausforderung aber sehr interessiert, möchte ich den Job unbedingt haben und würde auch bei den Gehaltsvorstellungen Abstriche machen, wenn es sein müsste. Insgesamt stelle ich mir deshalb eine Summe zwischen x und y vor.“  Oder auch: „Mein absolutes Traumgehalt liegt bei xy. Ich weiß, das ist eine stolze Summe, aber ich biete auch eine gute Leistung.“ Oder: „Ich hätte gerne xy Euro. Mindestens stelle ich mir jedoch xy Euro vor. Liege ich damit ungefähr im Rahmen des Üblichen?“

Wenn Sie sich gar nicht in der Lage sehen, eine konkrete Zahl zu nennen, können Sie sich auch durch eine Gegenfrage behelfen oder Ihr Gegenüber um ein faires Angebot bitten.

Allgemein: Gehaltsverhandlungen

Sie sprechen mit Ihrem Arbeitgeber/Ihrer Arbeitgeberin im Laufe Ihrer Arbeit vermutlich immer wieder über Ihr Gehalt, z.B. bei Jahresgesprächen oder wenn Sie über Ziele und Weiterentwicklungsmöglichkeiten sprechen.

Hier ist es auch wichtig, dass Sie sich gut vorbereiten, z.B. über die Entwickung in der Branche infomieren und sich eine Strategie überlegen. 
Tipp: Broschüre Gehaltverhandlungstipps für Frauen kostenlos zu bestellen bei der Frauenabteilung der Stadt Wien unter der Telefonnummer: 01 4000-83518 und per e-Mail unter frauen@ma57.wien.gv.at.


Allgemein: Informationen rund um das Gehalt

Was bedeuten die Abkürzungen auf meinem Lohnzettel?
Der ÖGB hat eine Seite www.derlohnzettel.at: Hier werden alle Abkürzungen und Fachausdrücke erklärt. 

Woraus setzt sich mein Gehalt zusammen, was zählt dazu, was nicht? Mehr dazu auf der Seite Entgelt.


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