Public:Pflegefreistellung

aus www.bibwiki.at

Pflegefreistellung

Die Pflegefreistellung wird oft auch „Krankenpflegefreistellung“ oder „Pflegeurlaub“ genannt.


Inhaltsverzeichnis


Was ist Pflegefreistellung?

Wenn Sie berufstätig sind, aber ein Familienmitglied Pflege oder Begleitung benötigt, können Sie für eine bestimmte Zeit eine „Pflegefreistellung“ nutzen. Das hat keine Auswirkung auf Ihre Urlaubstage oder Ihr Gehalt.


Wann kann ich Pflegefreistellung nutzen?

Beachten Sie bitte folgende Voraussetzungen:

  • Ein Mitglied der Familie ist erkrankt und braucht Pflege.
  • Die Betreuung Ihres Babys oder Kleinkindes ist plötzlich ausgefallen.
  • Sie müssen Ihr Kind, zu einer Untersuchung ins Spital begleiten. (Wenn das Kind schon älter als 10 Jahre ist, brauchen Sie eine schriftliche Bestätigung einer Ärztin oder eines Arztes, dass dass ein Erwachsener bei dieser Untersuchung dabei sein muss. Bei Kindern unter 10 Jahren brauchen Sie keine solche Bestätigung.)
  • Sie selbst sind angestellt.
  • Es gibt keine anderen nahen Familienmitglieder, die sich um die erkrankte Person oder die Kinderbetreuung kümmern können.


Für welche Personen kann ich Pflegefreistellung beanspruchen?

Sie können Pflegefreistellung für Familienmitglieder nehmen, wenn Sie im gemeinsamen Haushalt leben. Das können Ihre eigenen oder adoptierten Kinder, Pflegekinder oder die Kinder Ihrer PartnerInnen sein, EhepartnerInnen, eingetragene PartnerInnen und LebensgefährtInnen, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, EnkelInnen und UrenkelInnen.

Wenn Ihr leibliches Kind gepflegt, betreut oder ins Spital begleitet werden muss, so können Sie als Mutter oder Vater auch dann Pflegefreistellung nehmen, wenn Sie nicht im selben Haushalt leben.
So können Sie z.B. im Fall einer Trennung auch dann um Ihr Kind kümmern, wenn Ihr Kind nicht ständig bei Ihnen wohnt. Dasselbe gilt auch, wenn Sie Adoptiv- oder Pflegevater- oder –mutter sind.


Wie lange kann ich Pflegefreistellung bekommen?

Sie können Pflegefreistellung nach Bedarf nehmen, also je nachdem einzelne Stunden oder Tage; insgesamt dürfen Sie nicht mehr als eine Woche pro Jahr Pflegefreistellung nehmen. Das heißt, Sie können, wenn es nötig ist, so viele Stunden Pflegeurlaub nehmen, wie Sie im Durchschnitt in einer Woche arbeiten.
Nur im Falle, dass Ihr Kind jünger als 12 Jahre alt ist und ein weiteres Mal erkrankt, können Sie eine zusätzliche Woche Pflegefreistellung nehmen.

Erkrankt Ihr Kind, das älter als 12 Jahre alt ist, nochmals in dem Jahr, oder ist der Pflegebedarf unerwartet länger und Sie haben keine andere Möglichkeit, als das Kind selbst zu pflegen, dann können Sie spontan Urlaubstage für die Pflege des Kindes nehmen. Das verkürzt Ihre echte Urlaubszeit. Wenn Sie keine Urlaubstage mehr haben, dann können Sie dazu unbezahlte Urlaubstage nehmen. Für diese Zeit erhalten Sie aber kein Gehalt.


Wie funktioniert Pflegefreistellung konkret?

Sie informieren den Arbeitgeber so rasch wie möglich, dass Sie in Pflegefreistellung gehen müssen. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihren mündlichen Informationen vertraut, müssen Sie keine ärztliche Bestätigung vorweisen.
Hinweis: Wenn Sie vergessen, Ihren Arbeitgeber zu informieren, dass Sie Pflegefreistellung nehmen, oder wenn Sie Pflegefreistellung melden, ohne dass es notwendig ist, können Sie entlassen werden!


Wie finde ich noch Betreuung für erkrankte Kinder?

Wenn es Ihnen nicht möglich ist, in Pflegefreistellung zu gehen, weil Sie selbstständig sind oder ihr Kind längere Zeit krank ist,  finden SIe auf der Seite Betreuung für erkrankte Kinder weitere Informationen. 


Weitere Informationen zur Pflegefreistellung


Wo finde ich weitere Informationen für pflegende Angehörige?


Zurück zur Unterstützung für pflegende Angehörige - Überblicksseite


Zurück zur Kinderbetreuung finden


Hinweis

Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Artikel im bib-wiki können wir keine Gewährleistung übernehmen.
Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf, wenn wichtige Informationen fehlen oder nicht (mehr) stimmen.
KollegInnen mit Login sind herzlich eingeladen, den Text ggf. selbst zu ergänzen bzw. zu korrigieren!

Persönliche Werkzeuge