Public:Aufenthaltsrecht

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Aufenthalts - und Arbeitsbewilligungen in Österreich


Inhaltsverzeichnis


Brauche ich eine Bewilligung, um in Österreich leben und arbeiten zu dürfen?

Das hängt von Ihrer Staatsbürgerschaft und Ihrem "Status" ab.


  • Wenn Sie eine österreichische Staatsbürgerschaft haben, brauchen Sie keine Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung.


  • Gehören Sie einem anderen EWR-Staat oder der Schweiz an, benötigen Sie keine Arbeitsbewilligung. Sie haben auf jeden Fall das Recht, sich für 3 Monate in Österreich niederzulassen. (Hinweis: Für BürgerInnen aus Kroatien gelten am Arbeitsmarkt noch andere Regelungen.)
    Wenn Sie länger in Österreich leben wollen, müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen und sich spätestens im 4. Monat nach Ihrer Einreise bei der entsprechenden Behörde melden.
    Nach 5 Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenen Aufenthalt können Sie das Recht auf einen Daueraufenthalt in Österreich erwerben.


  • Wenn Sie Staatsbürger/in eines Landes sind, das weder EWRnoch der Schweiz angehört, gelten Sie in Österreich als "Drittstaatsangehörige/r".
    Wenn Sie in Österreich leben und arbeiten wollen, benötigen Sie grundsätzlich sowohl eine Aufenthalts- als auch eine Arbeitsbewilligung.
    Dabei müssen Sie schon in Ihrem Land um die Aufenthaltsbewilligung ansuchen, also vor Ihrer Einreise in Österreich!
    Als Drittstaatsangehörige/r können Sie, abhängig von Ihrer Situation und Ihren Absichten, unterschiedliche sogenannte "Aufenthaltstitel" erhalten, die von vorübergehendem Aufenthalt ohne Arbeitsmarktzugang bis zur unbefristeten Niederlassung bei unbeschränktem Arbeitsmarktzugang berechtigen.


  • Wenn Sie als Flüchtling nach Österreich kommen und hier um Asylansuchen, sind Sie,
    -  solange das Asylverfahren läuft, im Status des Asylwerbers/der Asylwerberin  und können erst nach drei Monaten und in sehr eingeschränkten Bereichen einer Arbeit nachgehen.
    -  Wenn das Asylverfahren positiv entschieden wird, so sind Sie asylberechtigt und damit österreichischen StaatsbürgerInnen rechtlich gleichgestellt.
    -  Wird Ihr Asylverfahren nicht positiv abgeschlossen und kommen Sie aus einem Land, in das keine sichere Rückkehr möglich ist, können Sie einen sogenannten subsidiären Schutz erhalten. Dieser Status ist befristet, kann aber mehrmals verlängert werden.
    Menschen mit subsidiären Schutz haben vollen Zugang zum Arbeitsmarkt und können auch Reisedokumente beantragen. Wenn es gelingt, sich in Österreich zu etablieren, ist auch ein Statuswechsel zu einer Dauer-Aufenthaltsberechtigung möglich.

Wenn Sie Asylwerber/in sind oder aus einem anderen Grund als "hilfsbedürftige/r Fremde/r" eingestuft werden, können Sie vorübergehende Basisversorgung ("Grundversorgung") erhalten.
Manche Beratungsstellen richten sich speziell an Personen in der Grundversorgung (siehe unten).


Was ist eine Rot-Weiß-Rot-Karte, was die Blaue Karte EU?

Die "Rot-Weiß-Karte" bzw. Rot-Weiß-Rot -  Karte plus und die "Blaue Karte EU" sind besondere "Aufenthaltstitel" für sogenannte Drittstaatsangehörige. Sie kombinieren Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung und werden an gefragte Arbeitskräfte aus dem Ausland vergeben. Diese Karten sind an einen konkreten Arbeitsplatz und an gewisse Einkommenshöhen gebunden.
In manchen Fällen ist es für Studierende aus einem Drittstaat möglich, nach Abschluss des Studiums von ihrem Studierendenvisum auf eine Rot-Weiß-Rot-Karte umzusteigen.


Wie komme ich zu einer Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung?

Wichtige Informationen finden Sie

Da die österreichischen Gesetze zu Aufenthalts- und Arbeitsbewilligungen sehr komplex sind, ist es empfehlenswert, sich an spezialisierte Beratungsstellen zu wenden.


Wie kann ich meine Aufenthaltsbewilligung / meine Arbeitsbewilligung verlängern oder verändern?

Wenn Sie eine befristete Aufenthalts- oder Arbeitsbewilligung haben, müssen Sie drei Monate vor Ablauf um eine Verlängerung ansuchen. Wo Sie diese Verlängerung einreichen, richtet sich nach Ihrem Wohnsitz.

Zuständig für Aufenthaltsfragen sind

  • in kleinen Gemeinden die jeweilige Bezirkshauptmannschaft
  • in Städten das jeweilige Magistrat
  • in Wien die MA 35

Sie finden die richtige Anlaufstelle, wenn Sie die die Postleitzahl Ihres Bezirkes oder Wohnortes hier eingeben.


Wo finde ich persönliche Beratung zum Aufenthaltsrecht und zum Arbeitsmarktzugang?

Die hier aufgelisteten Beratungsangebote sind kostenlos und anonym. Die Beratungsstellen haben oft mehrsprachige BeraterInnen oder können DolmetscherInnen organisieren.
Beachten Sie, dass fast immer eine telefonische Voranmeldung nötig ist!

Burgenland
Kärnten
Niederösterreich
Oberösterreich
Salzburg
Steiermark
Tirol
Vorarlberg
Wien


Spezielle Beratungsstellen für Migrantinnen und Migranten

Wenn Sie sich in der „Grundversorgung“ befinden…

Wenn Sie in Wien als AsylwerberIn oder subsidär schutzberechtigt sind, ist - zumindest in Wien - je nach Wohnbezirk eine bestimmte Beratungsstelle für Sie zuständig.

Wenn Sie ohne Papiere arbeiten oder nicht ausreichend angemeldet sind…

Wer arbeitet, hat bestimmte Rechte. Die Beratungsstelle UNDOK unterstützt Sie dabei, Ihre Rechte einzufordern. 

Wenn Sie Fragen zu Aufenthaltsrecht und Partnerschaft haben...

Der Verein Fibel berät Sie bei rechtlichen Fragen, u.a. 

  • bei rechtlichen Problemen (Aufenthalts- und Ausländerbeschäftigungsrechtliches, Staatsbürgerschaftsrecht, Ehe- und Familienrechtliches, usw.)
  • im Fall von Diskriminierungen durch Behörden, am Arbeitsmarkt oder durch das soziale Umfeld (Verwandte, Freundeskreis, Nachbarschaft, etc.)
  • bei Fragen zur Eheschließung (Voraussetzungen, Beglaubigung von Dokumenten, etc.)
  • bei sozial bedingten Problemen des Partners/der Partnerin (z.B. Schwierigkeiten bei der Integration in den Arbeitsmarkt)
  • im Fall einer Trennung oder Scheidung
Wenn Sie Fragen rund um das Studieren in Österreich haben ...

Das Referat für ausländische Studierende der ÖH Bundesvertrtung berät zu diesem Thema ohne Voranmeldung. Allgemeine Beratung je nach Wochentag auf BKS, Englisch, Russisch, Turkmenisch, Kurdisch(Sorani), Arabisch, Persisch, Spanisch, Deutsch

Ebenso gibt es eine juristische Beratung.


bibiwki-Links


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